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| Die interaktive Installation MetaFace
behandelt das Thema Prozesse. Die Installation entstand als Semesterarbeit
in der Abteilung Media Design an der Filmakademie Baden-Württemberg im Frühjahr 2003. Sie war vom 28.Juni 03 bis zum 03.Juli 03 öffentlich zugänglich. Jeder Besucher konnte an einem Terminal sein Gesicht fotografieren lassen und in das System laden. Durch extrem kurze Projektion der Einzelgesichter entstand der Eindruck eines Durchschnittsgesichtes der Besucher. Die ständige Projektion der Einzelbilder bewirkt ein lebendiges waberndes Gesamtbild. Gebildet wird es immer aus den letzten 30 Fotos der Besucher. Kommt ein neues Gesicht hinzu, verdrängt es das Älteste aus der Projektion, so dass diese nie zur Ruhe kommt. Das MetaFace wird somit nicht nur aus Einzelprozessen der Gesichter gebildet, sondern es unterliegt insgesamt einem Wandel, einem ständigen Prozess. |
| Hintergrund Unsere Wirklichkeit ist nicht ein bloßes Nebeneinander unzusammenhängender Teile. Sie ist vielmehr in komplexen Systemen organisiert, die wiederum Teil größerer Systeme sind. Entscheidend dafür ist, dass jedes Glied eines Systems in Wechselwirkung mit jedem anderen steht. Unabhängig von ihrer Dimension, sei es eine ganze Biosphäre wie die Erde, eine einzelne Zelle, ganz Staaten oder Wirtschaftskreisläufe, und trotz aller Komplexität ist ihnen eines gemeinsam: sie arbeiten und funktionieren nach denselben, simplen Grundprinzipien. Grundprinzipien natürlicher komplexer Systeme sind z.B. Selbstorganisation, Parallelität, Redundanz, Flexibilität, Offenheit. Auch hier wirken Prinzipien aufeinander ein und bedingen sich gegenseitig, so dass eine einzelne Betrachtungsweise nicht möglich ist. Dennoch sollen mit dem MetaFace ein paar der charakteristischen Eigenschaften näher dargestellt werden. |
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| MetaFace | Pflüger .. Birkhold .. Schmerbeck | © 2003 Filmakademie Baden-Württemberg |